Programm der INITIATIVE HECHINGER SYNAGOGE e.V.

Über die Webseite können keine Reservierungen etc. vorgenommen werden.

 

Bezüglich Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an diese Adresse: "Initiative Hechinger Synagoge e. V.", E-Mail: info@alte-synagoge-hechingen.de,Tel. 07471/6628. Hierbei gibt es generell nur Abendkasse. Falls Vorverkauf über RESERVIX oder über Tel. 074778611 möglich ist, ist dies im Programm vermerkt.

 

"Karten für die Reihe "Hechinger Musiker zu Gast in der Synagoge" gibt es nur an der Abendkasse.

 

Der Trägerverein "Initiative Alte Synagoge Hechingen" unter dem  Vorsitz von Dr. Norbert Kirchmann und Lothar Vees hat ungefähr 100 Mitglieder. Als Kassier fungiert Wilfried Schenkel. Neu im Vorstand ist Cornelia Maas.

2 - 2018

Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Sonntag, 2. September 2018, 11:00 Uhr

Henryk Wieniawski (1835-1880): Portrait eines jüdischen Violinvirtuosen in Wort und Ton

Konzert mit Jochen Brusch und Clemens Müller

Kaum ein Geiger entspricht so sehr dem Prototypen des Virtuosen wie Henryk Wieniawski: glutvoll, leidenschaftlich, elektrisierend. Mit unerhörtem Elan und Wagemut muss er gespielt haben, glaubt man den Schilderungen seiner Zeitgenossen. Aber auch zarteste lyrische Momente enthielt sein Spiel. Alle diese Qualitäten finden sich auch in seinen Kompositionen und haben diese bis zum heutigen Tage so beliebt gemacht. Wieniawski war ein Wunderkind, wurde schon in frühen Jahren in Paris ausgebildet, komponierte mit 11 Jahren sein Opus 1 „Grand Caprice fantastique“ und mit 17 sein legendäres fis-moll Konzert. Schon während dieser Zeit ging er mit seinem Pianisten-Bruder Joszef auf Tournéen durch fast ganz Europa. In seinen Werken verbindet sich das slawische Kolorit seiner polnischen Heimat mit Paganinis diabolischer Bravour zu einem ganz eigenen Stil. Wunderbare Melodien durchziehen diese Werke. Die zündenden Polonaisen und temperamentvollen Mazurken, die bewegende Legende sowie die hinreißende Scherzo-Tarantelle gehören zum Kernrepertoire der Geige und werden überall in der Welt gespielt.

Das Programm enthält die erwähnten Stücke und weitere Höhepunkte des Schaffens Wieniawskis. Durch die erklärenden Worte und Anekdoten zwischen den Musikstücken kann der Zuhörer ganz in die Welt des 19. Jahrhunderts eintauchen und so sein Musikerlebnis intensivieren.

Jochen Brusch – Violine und Moderation
Clemens Müller – Flügel

Eintritt: €12/ ermäßigt €10 / Schüler und Studenten €5


Sonntag, 2. September 2018, 14:00 Uhr

Der Jüdische Friedhof von Hechingen – ein Archiv aus Stein

Führung mit Jörg Küster anlässlich des Europäischen Tages der jüdischen Kultur

Auf dem jüdischen Friedhof in Hechingen „Am Fichtenwald” informiert Stadtführer Jörg Küster über die Geschichte dieses Totengartens, der „Haus des Lebens“ genannt wurde, und erzählt die Sage über seine Entstehung am Galgenrain. Besucht werden die Grabstätten bekannter Hechinger Persönlichkeiten wie die der Industriepioniere Jakob Levi, Carl Loewengard und Hermann Levy. Der Rundgang führt weiter zum Grab des letzten Hechinger Rabbiners Dr. Samuel Mayer und zu den monumentalen Grabmälern der berühmten Hoffaktorin Madame Kaulla und ihres Bruders Jakob Kaulla. An den aufgesuchten Ruhestätten wird jeweils ein kurzer Lebensabriss der Persönlichkeiten gegeben. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg belegte Gräber werden aufgesucht, so die von Dr. Ernst Rosenfeld, der eineinhalb Jahre bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in einem Versteck in Hechingen überlebte, und von Glasermeister Arthur Fauser, der in die Schweiz geflohen war.

Eine Veranstaltung der Stadt Hechingen.

Freier Eintritt.


Pazar, 2 Eylül 2018, saat 14:30

Hechingen\'deki Eski Sinagog\'a rehberli tur programı

Stuttgarter Lehrhaus vakf\'ın yönetim kurulu asistanı ve Eski Hechingen Sinagog Anma derneği üyesi, Hasan Dağdelen, Avrupa Yahudi Kültürü Günü vesilesiyle 2018\'de Hechingen Eski Sinagog\'a Türkçe rehberli tur düzenliyor.

Katilim ücretsizdir ve bağışlar talep edilmektedir.


Sonntag, 2. September 2018, 14:30 Uhr

Führung durch die Alte Synagoge auf Türkisch

Hasan Dadgelen, Vorstandsassistent der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog und Mitglied der Initiative Hechinger Synagoge, gibt anlässlich des Europäischen Tags der jüdischen Kultur 2018 eine Führung durch die Alte Synagoge in türkischer Sprache.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

 

 

Donnerstag, 20. September 2018, 20:00 Uhr

„Die Sehnsucht des Menschen, ein wirklicher Mensch zu werden“: Das Leben der Hitler-Gegnerin, Architektin und Jüdin Karola Bloch. Lesung von Irene Scherer und Welf Schröter

Ihr Leben lang widersetzte sich Karola Bloch (1905-1994) Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus. Sie widersprach nationalistischem und rechtem Denken. Ihre Berufstätigkeit als Architektin, Bauhaus-Anhängerin und Gegnerin Hitlers brachte sie und ihren Mann Ernst Bloch in viele Exilstationen. Das Trauma der Shoah ließ sie dabei nicht los: Ihre Familie wurde im KZ ermordet. Dennoch stand sie für neue Hoffnung, für die Sehnsucht auf die Humanisierung des Menschen. Letzteres zeigte sich auch in ihrer aktiven Sympathie für die Studentenbewegung 1968 und Rudi Dutschke.

Irene Scherer und Welf Schröter (Talheimer Verlag, Mössingen) waren mit Karola Bloch befreundet. Sie verlegen die Schriften, Briefe, Reden und Texte der humanistischen Sozialistin Karola Bloch.

Eintritt: €8 / ermäßigt €6



Lange Nacht der Kultur: Hechingen bleibt auf!

Samstag, 29. September 2018, 19:00 Uhr und 21:00 Uhr

„Chopiniade“ mit Alexander Reitenbach

In Teil 1 um 19:00 Uhr lautet das Motto „Frisch und virtuos“. Alexander Reitenbach spielt auf dem Klavier virtuose, brillante Werke des jungen Genies Chopin, die alle vor seinem 25. Lebensjahr entstanden, u.a. Rondo op. 16, Andante spianato et Grande Polonaise brillante op. 22, Walzer und Etuden. In Teil 2 um 21:00 Uhr geht es dann um „Abgründe einer romantischen Seele“, u.a. mit der Ballade g-Moll op.23, Preludes und Nocturnes.

Alexander Reitenbach studierte in Stuttgart bei Friedemann Rieger und in Karlsruhe bei G. Reinhold, einem der letzten Schüler A. Cortots. Reitenbachs Repertoire reicht vom Barock, mit dem er auch auf der Orgel vertraut ist, bis zur zeitgenössischen Musik. 2003 führte er am Institut für zeitgenössische Musik eine Retrospektive des 20. Jahrhunderts mit Werken von 18 Komponisten auf. Als Solist und Kammermusikpartner folgte er Einladungen zu diversen Pianistenfestivals und Konzertreihen in Deutschland und Europa, u.a. ins Zentrum für zeitgenössische Musik Dresden, zu den FineArt Piano Series in St.-Martin-in-the-Fields in London, zum Oberstdorfer Musiksommer, zum Klavierfestival Feuchtwangen, zum Peter de Grote Festival in den Niederlanden und zum Winterpianofestival in Warschau. 2015 spielte er als Solist mit dem Orquestra Nacional de Cuba, Amsterdam Sinfonie und dem Staatsorchester Stuttgart Klavierkonzerte von Chopin und Brahms. Er unterrichtet an der Musikhochschule Stuttgart.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadt Hechingen.

Eintritt (für die gesamte Lange Nacht der Kultur): €12 Abendkasse / €10 Vorverkauf (Bürger- und Tourismusbüro Hechingen, Buchhandlung Welte, Hohenzollerische Zeitung, Steinemer Musik & Mehr sowie bei allen beteiligten Vereinen, Institutionen und Co.)

www.kulturnacht-hechingen.com



Interkulturelle Woche in Hechingen

Freitag, 5. Oktober 2018, 19:00 Uhr

Interreligiöses Friedensgebet zum Abschluss der Interkulturellen Woche in Hechingen

Verschiedene aktive Gruppen erarbeiten während der Interkulturellen Woche (28. September bis 5. Oktober) ein Friedensgebet für Frieden in der Welt und ein friedliches Zusammenleben in Hechingen als gemeinsamen Abschluss der Interkulturellen Woche. Begleitet wird das Friedensgebet von Kornelia Maas (Initiative Hechinger Synagoge e.V.), Almut Petersen (Arbeitskreis Asyl Hechingen) und Team.

Eintritt: frei



Hechinger Musiker zu Gast in der Synagoge

Sonntag, 7. Oktober 2018, 19:00 Uhr

„Von Rom nach El Escorial. Barocke Cembalomusik aus Italien und Spanien“ mit Christoph Schanze

Das Konzertprogramm bietet einen Streifzug durch die barocke Cembalomusik Italiens und Spaniens. Die Reise beginnt in Rom, wo der aus Ferrara stammende Girolamo Frescobaldi (1583–1643) die frühbarocke Claviermusik der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts revolutionierte. Aus ganz Europa pilgerten junge Komponisten zu ihm – auch auf die Cembalo- und Orgelmusik in Deutschland hatte er großen Einfluss. Einer seiner zahlreichen italienischen Schüler ist Bernardo Pasquini (1637–1710), der zu den berühmtesten Cembalisten der Nach-Frescobaldi-Generation gehört und mit einer Variationenfolge über „La Follia" im Konzertprogramm vertreten ist.
Der dritte im Bunde der großen italienischen Cembalisten – und heutzutage sicher der bekannteste – ist Domenico Scarlatti (1685–1757). Scarlatti stand ab 1714 als Cembalist in Diensten des portugiesischen Botschafters in Rom; mit ihm übersiedelte er 1719 nach Lissabon, wo er Kapellmeister am Hofe Johann V. wurde. Dessen musikalisch hochbegabte Tochter Maria Bárbara heiratete 1729 den spanischen Thronfolger Don Fernando; Scarlatti ging mit ihr in die neue Heimat und verbrachte den Rest seines Lebens am spanischen Hof, wo er sich fast ausschließlich dem Cembalounterricht der Königin und der Komposition seiner Sonaten widmete. Im Schloss von El Escorial traf Scarlatti neben zahlreichen anderen bedeutenden Musikern auch auf Padre Antonio Soler (1729–1783), der – vielleicht beeinflusst von Scarlatti – ein Oeuvre von über 120 Cembalo-Sonaten hinterließ, das demjenigen Scarlattis an Einfallsreichtum und Raffinesse in nichts nachsteht. Ein Querschnitt durch Scarlattis und Solers Sonaten rundet das Konzertprogramm ab.

Christoph Schanze, geboren 1982 in Tübingen, studierte nach seinem Abitur 2001 Germanistik an der Universität Tübingen sowie Musik an der Hochschule für Musik in Trossingen mit den Hauptfächern Klavier bei Gernot Hanschke und Gesang bei Prof. Andreas Reibenspies. Zudem erhielt er Cembalounterricht bei Prof. Marieke Spaans und Dirigierunterricht bei Prof. Manfred Schreier. Christoph Schanze ist Gründungsmitglied und künstlerischer Leiter des Vokalquintetts „ensemble l'art vocal“ und regelmäßiger Gastdirigent des Hechinger Kammerorchesters. Mit beiden Formationen gab er in den vergangenen Jahren viel beachtete Konzerte. Darüber hinaus machte ihn seine ausgeprägte Konzerttätigkeit als Pianist (mit Schwerpunkt Liedbegleitung) und Cembalist einem breiten Publikum in Süddeutschland, Österreich, der Schweiz und Italien bekannt. Zudem betreut er die Kammermusikreihe „Musik in der Villa" in der Villa Eugenia Hechingen (www.kulturverein-hechingen.de) als künstlerischer Leiter. Christoph Schanze ist an der Justus-Liebig-Universität Gießen als wissenschaftlicher Mitarbeiter (Assistent) an der Professur für deutsche Literaturgeschichte mit Schwerpunkt Mittelalter/Frühe Neuzeit tätig.

Eintritt: €12 / ermäßigt €8



Tübinger Jazz- und Klassiktage

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 20:00 Uhr

„Klang-Labor 2018“ mit dem Amaryllis Quartett, Raphael Schenkel und Paco Varoch

Schon zum dritten Mal wird das Amaryllis Quartett zusammen mit dem Klarinettisten Raphael Schenkel im Rahmen der Tübinger Jazz-und Klassiktage in der Alten Synagoge Hechingen zu hören sein, diesmal zusammen mit dem spanischen Flötisten Paco Varoch. Unter dem Titel „Klang-Labor 2018“ stehen neben dem berühmten Flöten-Quartett von Wolfgang Amadeus Mozart Werke von Heitor Villa-Lobos und Krzysztof  Penderecki auf dem Programm.

Das Amaryllis Quartett gehört zu den interessantesten Streichquartetten seiner Generation. Die vier Musiker gewannen bereits zahlreiche internationale Preise, darunter den ersten Preis bei der 6th International Chamber Music Competition in Melbourne.

Flötist Paco Varoch wurde von Claudio Abbado persönlich zum Lucerne Festival Orchestra und dem Orchestra Mozart eingeladen und ist regelmäßiger Gast im Mahler Chamber Orchestra, dem Orchestre de Paris und dem Chamber Orchestra of Europe.

Raphael Schenkel ist Solo-Bassklarinettist bei den Bremer Philharmonikern und spielt regelmäßig bei renommierten Klangkörpern, unter anderen beim Mahler Chamber Orchestra und dem Lucerne Festival Orchestra.

Gustav Frielinghaus – Violine
Lena Sandoz – Violine
Tomoko Akasaka – Viola
Yves Sandoz – Violoncello

Paco Varoch – Flöte
Raphaël Schenkel - Klarinette

Eintritt: €20 / ermäßigt €15 / SchülerInnen und Studierende €10

Karten unter www.reservix.de oder an der Abendkasse.



Tübinger Jazz- und Klassiktage

Sonntag, 21.10.2018, 19:00 Uhr

„Solo Piano“ mit Rainer Böhm

Stimmungen einzufangen und Emotionen auszudrücken – das ist der musikalische Kosmos
von Rainer Böhm. Seine Kompositionen erinnern an kleine Songs – jeder mit einer ganz
besonderen Atmosphäre. Angesiedelt zwischen Modern Jazz, Impressionismus und einer
Spur Neo-Romantik eröffnet das abwechslungsreiche Soloprogramm ihm die Möglichkeit,
seine Expressivität und seinen warmen und zugleich brillianten Klang am Klavier in „reinster
Form“ zu Gehör zu bringen.

In seiner bereits beachtlichen Karriere ist er auf über 50 CD-Einspielungen zu hören und
spielte mit international berühmten Kolleginnen und Kollegen. Böhm erhielt als Solist zahlreiche internationale Preise (z.B. Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg, Jazzpreis der Nürnberger Nachrichten, Preis des besten Solisten sowie 1. Preis bei den internationalen Jazzwettbewerben in Getxo/Spanien und Hoeilaart/Belgien und 1. Preis beim internationalen Piano Solo Wettbewerb in Freiburg). Neben seiner Tätigkeit als freiberuflicher Pianist lehrt Böhm als Professor für Klavier an den Hochschulen für Musik in Nürnberg und Mannheim.

Eintritt: €20 / Mitglieder €15 / SchülerInnen und Studierende €10

Karten unter www.reservix.de oder an der Abendkasse.



80 Jahre Reichspogromnacht

Freitag, 9. November 2018, 19:30 Uhr

„Europa gegen die Juden“. Vortrag von Götz Aly

Der Holocaust ist nicht allein aus der deutschen Geschichte heraus erklärbar. Sowohl in West- als auch in Osteuropa hatte die Judenfeindschaft seit 1880 sprunghaft zugenommen – angetrieben von Nationalismus und sozialen Krisen. Ohne die Schuld der deutschen Täter zu mindern, zeigt der
Historiker Götz Aly, wie Rivalität und Neid, Diskriminierung und Pogrome vielerorts dazu beigetragen haben, den Boden für Deportationen und Morde zu bereiten. Erstmals wird so der moderne Antisemitismus als grenzüberschreitendes Phänomen dargestellt. Ein wichtiges Kapitel europäischer Geschichte, das ein neues, umfassendes Verständnis des Holocaust ermöglicht.

Götz Aly, Jahrgang 1947, ist Historiker und Journalist. Er arbeitete für die „taz“, die „Berliner Zeitung“ und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. 2002 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis, 2012 den Ludwig-Börne-Preis. Zuletzt veröffentlichte er bei S. Fischer „Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800-1933“, „Die Belasteten. ‚Euthanasie‘ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte“
sowie „Volk ohne Mitte. Die Deutschen zwischen Freiheitsangst und Kollektivismus“. Götz Aly lebt in Berlin.

Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten.

Eine Veranstaltung in der Reihe „Weiter! Trotz Unsicherheit“ des Weiter! Bildungsnetzwerk Hechingen.



Volkstrauertag 2018

Sonntag, 18. November 2018, 19:00 Uhr

„Kaiserhoch und Heldengedenken: Die nationalen Feiertage in Hechingen“. Vortrag von Rolf Vogt

Den Volkstrauertag nimmt Rolf Vogt zum Anlass, die Erinnerungskultur der letzten 100 Jahre in den Blick zu nehmen. Kaisergeburtstag, Verfassungstag und Tag der deutschen Einheit, Volkstrauertag, Tag der Bewegung und Pogromnacht: Fast jede Generation hatte bei uns ihren eigenen Nationalfeiertag und ihren eigenen Trauertag. Mal wurde im Januar, dann im August, im Mai, im Juni oder im Oktober gefeiert. Auch die Gedenktage wechselten. Zur Zeit konzentriert sich alles auf den November. Mit seinen staatlichen Feiertagen tat und tut sich Deutschland schwer. Am Beispiel Hechingen verdeutlicht Rolf Vogt, wie die Nationalfeiertage einst und jetzt aussahen, wie der Volkstrauertag sich entwickelte und was an den Kriegerdenkmälern auffällt. Er besucht die Jubelfeste im Kaiserreich und die Kundgebungen zum Verfassungstag der Weimarer Republik. Er sieht sich auch bei den Veranstaltungen zum 9. November um, dem Tag der Revolution 1918, der „Tag der Bewegung“ bei den Nationalsozialisten wurde und heute Gedenktag für die Reichspogromnacht ist.

Der Volkstrauertag begann als Heldengedenktag und entwickelte sich im Dritten Reich zur Parteiveranstaltung mit kämpferischem Pathos. Nachkriegsdeutschland suchte sich für das Gedenken an die Gefallenen notgedrungen einen neuen Termin.

Arbeitsfrei machten erstmals die Nationalsozialisten einen Nationalfeiertag. Sie hoben den Tag der Arbeit auf den Thron. Die Entscheidung war nach dem Weltkrieg unumkehrbar. Das moderne Deutschland gibt einen zweiten Feiertag arbeitsfrei, aber die Freude am nationalen Fest scheint auf lokaler Ebene verhalten zu sein.

Vielsagend sind auch die Kriegerdenkmäler, die gebaut wurden, um die Opfer der Weltkriege zu ehren. Die Gedenkstätte in Hechingen stammt aus dem Jahr 1932 und war anfangs höchst umstritten. Ein Bürgerbegehren versuchte, den Bau zu Fall zu bringen. Der Neubau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1955 während des Stadtjubiläums eingeweiht. Zu gleicher Zeit entstanden die Oelser Gedenkstätte auf dem Friedhof Heiligkreuz und die Ehrentafel in der Halle des jüdischen Friedhofs.

Weil das Gedenken menschliche Schicksale abbilden sollte, erstellte die Stadt Hechingen Listen mit den Namen der Opfer des Krieges, die auf dem Denkmal stehen und in einem Ehrenbuch veröffentlicht wurden. Aber nicht alle Opfer fanden dort Platz, und mancher Name ruft Zweifel und Skepsis hervor.

Eintritt: €8 / ermäßigt €6

Eine Veranstaltung in der Reihe „Weiter! Trotz Unsicherheit“ des Weiter! Bildungsnetzwerk Hechingen.



Hechinger Musiker zu Gast in der Synagoge

Sonntag, 25. November 2018, 17:00 Uhr

„Drei Instrumente in ungewöhnlicher Besetzung“ mit dem Trio Sou-Val-Ka

Das Trio Sou-Val-Ka mit den drei Musikerinnen Susanne Jaggy, Waltraud Epple-Holom und Kaoru Minimiguchi präsentiert ein musikalisches Spektrum, das sich nicht so leicht in eine musikalische Schublade stecken lässt: Früh- und Spätbarock, Folkloristisches und Zeitgenössisches in der Kombination Blockflöte, Akkordeon und Violine hört man eher selten im kammermusikalischen Rahmen. In der Verschmelzung dieser drei Instrumente findet der Zuhörer eine nicht alltägliche Mischung vor, die gerade dadurch ihren besonderen Reiz hat.

Die drei Musikerinnen sind als Musikschulleiterin, als Fachbereichsleiterin und als Pädagogin an verschiedenen Musikschulen tätig und künstlerisch in verschiedenen kammermusikalischen Ensembles zu erleben.

Eintritt: €12 / ermäßigt €5

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Sachgebiet Tourismus und Kultur der Stadt Hechingen.



Hechinger Musiker zu Gast in der Synagoge

Mittwoch, 28. November 2018, 19:00 Uhr

Joe Gallardo meets Hechingen

Jazz-Posaunist Joe Gallardo, geboren 1939 in Texas und bekannt durch seine Arbeit mit der NDR Big Band und der Erwin Lehn Big Band, besucht die Hechingen Synagoge. Der in den 1970ern zunächst als Latin Jazz-Pianist bekannt gewordene Musiker spielt seit 2014 zusammen mit Micheal Kersting und hat mit ihm in kleiner Besetzung das Album „so long ago“ in Berlin aufgenommen, auf dem musikalische Leidenschaft mit dem arrivierten Posaunisten zusammen trifft. Kersting, aus Rottenburg stammend, ist in Hechingen seit dem Konzert vor der Fasned mit seinem „Brasil Projekt“ kein Unbekannter. Zum 100. Geburtstag von Thelonius Monk ist ein Teil des Konzerts mit dem Hechinger Urologen und Pianisten Dr. Jürgen Lehmann geplant. Mit von der Partie ist außerdem Pianist Martin Schrack. Der Nürnberger Jazzprofessor hat schon mit Größen der Jazzgeschichte gespielt und ist anerkannter Arrangeur. Am Bass steht Thomas Stabenow, Dozent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim und Wegbegleiter von Joe Gallardo bei Erwin Lehn und der NDR Big Band.

Joe Gallardo – Posaune
Michael Kersting – Drums
Dr. Jürgen Lehmann – Piano
Thomas Stabenow – Bass

Eintritt: €15

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Sachgebiet Tourismus und Kultur der Stadt Hechingen.



Mittwoch, 12. Dezember 2018, 19:00 Uhr

Edith Stein – eine deutsche Geschichte

„Wer die Wahrheit sucht, der sucht nach Gott, ob es ihm klar ist oder nicht.“ Edith Stein war Frauenrechtlerin, Philosophin, Dozentin, Jüdin, Atheistin, Karmelitin, Märtyrerin, Heilige. Während ihrem Kollegen und Konkurrenten Martin Heidegger, der 1933 der NSDAP beitrat, eine steile akademische Karriere bis hin zur Rektorenstelle im selben Jahr an der Freiburger Universität gelang, wurde sie gemeinsam mit ihrer Schwester Rosa 1942 in Auschwitz ermordet.

Den Facetten ihres Lebens und Denkens in seinen Brechungen und seiner Vielfalt nachzuspüren ist die Aufgabe, die sich Schülerinnen und Schüler des Hechinger Gymnasiums gestellt haben. Der Religionskurs der Klassenstufe 12 sowie der Große Chor und das Schulorchester möchten die große Philosophin auch als Impulsgeberin für das Europa des 21. Jahrhunderts vorstellen.

Leitung: Cornelia Prauser, Andrea Nägele und Wolfgang Nägele

Eintritt frei.



5 nach 4: Kultur am Sonntagnachmittag

Sonntag, 13. Januar 2019, 16:05 Uhr

Neujahrskonzert mit dem Frielinghaus Ensemble

Gioachino Rossinis geniales Jugendwerk „Sonate a quattro“ steht im Mittelpunkt des Konzerts für die ungewöhnliche Besetzung mit zwei Violinen, Violoncello und Kontrabass. Es ist Kammermusik mit opernhaftem Flair, inspiriert von den Divertimenti Haydns und Mozarts. Angeblich geschrieben in nur wenigen Tagen für ein Hauskonzert in der Nähe von Ravenna, ist es die erste überlieferte Komposition von Rossini. Im Kontrast zu Rossinis Quartetten erklingen als „Intermezzi“ Tänze von Béla Bartók und das Duo „Sonate en quatre parties“ für Violine und Violoncello von Maurice Ravel.

Gioachino Rossini: 6 Sonate a quattro
Maurice Ravel: Sonate für Violine und Violoncello
Béla Bartók: 4 Tänze, aus den 44 Duos für zwei Violinen, Sz. 98

Gustav Frielinghaus – Violine
Leonard Fu – Violine
Jakob Schall – Violoncello
Alexandra Hengstebeck – Kontrabass

Eintritt: €15 / ermäßigt €10



Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Sonntag, 27. Januar 2019, 11:15 Uhr

Konzert mit dem Stuttgarter Kammerorchester

Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus spielt das Stuttgarter Kammerorchester unter Leitung von Susanne von Gutzeit J. S. Bachs Choralvorspiel „Oh Mensch, Bewein Deine Sünde groß“, F. Mendelssohns Streichersinfonie Nr. 10 h-Moll, Ödön Partos‘ „Yiskor“ für Solo-Viola und Streichorchester (Manuel Hofer - Viola) und P. Tschaikowskys „Souvenir de Florence“ op. 70. In den Konzertablauf integriert wird als Redner und Zeitzeuge Michael Wieck (*1928) sprechen, der von den Nationalsozialisten diskriminiert und verfolgt wurde.

Michael Wieck wurde 1928 in Königsberg als Sohn zweier Musiker geboren. Da seine Mutter Jüdin war und er jüdisch erzogen wurde, war er als „Geltungsjude“ frühzeitig der Diskriminierung und Verfolgung durch die Nationalsozialisten ausgesetzt. Nach Kriegsende wurde Wieck vom sowjetischen Geheimdienst NKWD als Deutscher interniert. Er zog zunächst nach Berlin, dann nach Neuseeland und schließlich nach Stuttgart, wo der Violinist Wieck Erster Konzertmeister des Stuttgarter Kammerorchesters und Erster Geiger im Radio-Symphonie-Orchesters war. 1989 erschien im Verlag C. H. Beck sein Buch Zeugnis vom Untergang Königsbergs – Ein Geltungsjude berichtet, dass bereits in der 8. Auflage vorliegt. Michael Wieck ist Inhaber der Otto-Hirsch-Medaille und des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Eintritt: €25 / ermäßigt €20 / SchülerInnen und Studierende €10



Gesprächskonzertreihe 5 nach 4: Kultur am Sonntagnachmittag

Musik als Spiegel

Was hat die großen Komponisten dazu veranlasst, ihr Allerbestes zu geben? Woher nahmen sie ihre Inspiration? Obwohl es nicht möglich ist, auf diese Fragen eindeutige und erschöpfende Antworten zu geben, versucht die kleine Reihe „Musik als Spiegel“ diesen Geheimnissen ein wenig nachzuspüren. Es geht um so große menschliche Themen wie den Tod, um die Tiefe der Seele und ihre vielfältige Spiegelung in der Welt der Töne und schließlich um die einmalige Schönheit der Schöpfung als Quelle der Inspiration. Eingebettet in eine interessante Moderation werden sowohl kürzere als auch größere Meisterwerke dieser Instrumentenkombination erklingen. Eine Gesprächskonzertreihe mit Jochen Brusch und Alexander Reitenbach.


5 nach 4: Kultur am Sonntagnachmittag

Sonntag, 10. Februar 2019, 16:05 Uhr

„Les Adieux“  –  Musik als biographischer Spiegel: Werke von Bach, Locatelli, Beethoven, Schubert und Schumann. Gesprächskonzert mit Jochen Brusch und Alexander Reitenbach

Sei es nur eine Trennung auf Zeit oder sei es ein endgültiges „Lebewohl“: Es handelt sich bei einem Abschied für die menschliche Seele oftmals um eine tiefgreifende und nicht selten sogar um eine äußerst schmerzhafte Erfahrung. Jedoch ist der Schmerz auch mit den christlichen Tugenden Liebe, Glaube und Hoffnung verbunden. Kaum eine Kunstart hat diese großen Themen der Menschheit so ausdrucksstark gespiegelt wie die Musik. Der Abend beinhaltet einige Meisterwerke, die trotz ihrer ernsten und traurigen Grundstimmung auch tröstende und hoffnungsvolle Momente in sich tragen.

Jochen Brusch – Violine und Moderation
Alexander Reitenbach – Flügel

Eintritt: €12 / ermäßigt €10


5 nach 4: Kultur am Sonntagnachmittag

Sonntag, 24. Februar 2019, 16:05 Uhr

„Von der Heiterkeit bis zur Verzweiflung“ - Musik als Spiegel der Seele: Werke von Bach, Mozart, Beethoven, Schumann, Brahms, Tschaikowski. Gesprächskonzert mit Jochen Brusch und Alexander Reitenbach

Es gibt kaum menschliche Gefühle, die nicht von den großen Komponisten auf ebenso sublime wie unnachahmliche Art ausgedrückt wurden. Von sonniger Heiterkeit und ausgelassenem Humor, von innerem Frieden, meditativer Versenkung und seligen Träumereien bis hin zu wohliger Melancholie und dramatischer Leidenschaft, ja sogar zu schierer Verzweiflung und wahrer Wut reicht die musikalische Palette, die bei dieser Veranstaltung in Form von ausgewählten Meisterwerken zu Gehör kommen wird.

Jochen Brusch – Violine und Moderation
Alexander Reitenbach – Flügel

Eintritt: €12 / ermäßigt €10


5 nach 4: Kultur am Sonntagnachmittag

Sonntag, 10. März 2019, 16:05 Uhr

„Mondesschein und Regentropfen“ - Musik als Spiegel der Natur: Werke von Vivaldi, Beethoven, Schubert, Schumann, Grieg, Debussy. Gesprächskonzert mit Jochen Brusch und Alexander Reitenbach

Manchen Komponisten ist es gelungen, gewisse Naturphänomene so eindringlich in Töne zu fassen, dass vor dem inneren Auge des Zuhörers unweigerlich Bilder unserer äußeren Welt auftauchen: Sei es eine friedliche Abendstimmung oder die Gluthitze einer südlichen Landschaft, sei es ein majestätischer Schwan auf gekräuseltem Wasser oder ein unbeschwert durch die Sommerluft dahin tänzelnder Schmetterling – es ist verblüffend und beglückend zugleich, wie die Musik der Natur eine zusätzliche Dimension von Poesie und Verklärung verleihen kann.

Jochen Brusch – Violine und Moderation
Alexander Reitenbach – Flügel

Eintritt: €12 / ermäßigt €10



Tora-Lernkreis


mit Prof. Dr. Oliver Dyma (Tel. 07471/617340 Email: oliver@dyma.net)

in Kooperation mit dem Stuttgarter Lehrhaus – Stiftung für interreligiösen Dialog

Termine: montags, 18:30 bis 20:00 Uhr, Alte Synagoge Hechingen

Wir lesen die Auslegungen von Gabriel Strenger, Jüdische Spiritualität in der Tora und den jüdischen Feiertagen (Basel 2016).

Datum        Wochenabschnitt    Text für zuhause    Auswahltext:

 

Siehe die per Klick vergrößerbare Abbildung unten.

Termine des Tora-Lernkreises Alte Synagoge Hechingen. Sie sind per Klick vergrößerbar und damit besser lesbar.
Termine des Tora-Lernkreises Alte Synagoge Hechingen. Sie sind per Klick vergrößerbar und damit besser lesbar.

Allgemeine Öffnungszeiten

Öffnungszeiten: Die Synagoge ist sonntags von 14h bis 17h (außer am 25.12.2016 und am 1.1.2017)  geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 €, Schüler und Studenten haben freien Eintritt. 

Auf Ihren Besuch, Ihre Spende oder auch Ihre Mitgliedschaft freut sich die

Initiative Alte Synagoge Hechingen e. V. Heiligkreuzstraße 55, 72379 Hechingen

IBAN:  DE95 6535 1260 0079 0479 08BIC:  SOLADES1BAL (Sparkasse Zollernalb)


Enthaltene Personen und Gruppen: Lea Fleischmann, Johanna Pommranz, Joachim Hahn, Kurt Weill, Rudolf  Guckelsberger, Norbert Kirchmann, Sopralaria, Sabine Kreutzberger, Veronique Simons, Wilu Mann, Christiane Schmidt, Mössinger Vokalensemble, Verein Alte Synagoge Hechingen