Programm der INITIATIVE HECHINGER SYNAGOGE e.V.

Über die Webseite können keine Reservierungen etc. vorgenommen werden.

 

Bezüglich Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an diese Adresse: "Initiative Hechinger Synagoge e. V.", E-Mail: info@alte-synagoge-hechingen.de,Tel. 07471/6628. Hierbei gibt es generell nur Abendkasse. Falls Vorverkauf über RESERVIX oder über Tel. 074778611 möglich ist, ist dies im Programm vermerkt.

 

"Karten für die Reihe "Hechinger Musiker zu Gast in der Synagoge" gibt es nur an der Abendkasse.

 


Der Trägerverein "Initiative Hechinger Synagoge e.V." unter dem Vorsitz
von Lothar Vees und Kornelia Maas hat ungefähr 100 Mitglieder. Als Kassier
fungiert Wilfried Schenkel.

1 - 2019

Sonntag, 17. März 2019, 17:00 Uhr

Führung durch die Alte Synagoge Hechingen in türkischer Sprache

Hasan Dagdelen, Vorstandsassistent bei der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog und Mitglied der Initiative Hechinger Synagoge, gibt eine Führung durch die Alte Synagoge Hechingen in türkischer Sprache.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.



Sonntag, 17. März 2019, 19:00 Uhr

Dass wir alle Kinder Abrahams sind ... Helmut Schmidt begegnet Anwar as-Sadat. Ein Religionsgespräch auf dem Nil.

Buchpräsentation & Vortrag mit Prof. Karl-Josef Kuschel

Zwei Staatsmänner von Weltrang, Helmut Schmidt und Anwar as-Sadat, treffen sich im Dezember 1977. Der ägyptische Präsident hat eine bedeutende Friedensgeste hinter sich: seine Reise nach Israel und seine Rede vor dem israelischen Parlament; zwei Jahre später wird es zum Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten kommen, der bis heute hält. Auf einer nächtlichen Fahrt auf dem Nil spricht der Muslim Sadat mit dem von der europäischen Aufklärung geprägten westdeutschen Bundeskanzler Schmidt über die gemeinsamen Wurzeln von Judentum, Christentum und Islam. Tief beeindruckt erkennt Helmut Schmidt den möglichen Beitrag für den Weltfrieden, wenn die Vertreter der Religionen damit ernst machten, dieses Wissen unter ihren Gläubigen zu verbreiten.

Musikalisch umrahmt wird der Vortrag von Magnus Rieder (E-Gitarre) und Lukas Günther (Saxofon), beide Schüler an der Alice-Salomon-Schule Hechingen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Josef Kuschel (*1948) lehrte von 1995 bis 2013 Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. Zugleich war er stellvertretender Direktor des Instituts für ökumenische und interreligiöse Forschung der Universität Tübingen.

In Kooperation mit dem Stuttgarter Lehrhaus - Stiftung für interreligiösen Dialog.

Eintritt: €8 / ermäßigt €6



Hechinger Musiker zu Gast in der Synagoge

Samstag, 23. März 2019, 19:00 Uhr

klezmer songs & stories – Klesmermusik, yidishe Lieder und ihre Hintergründe

Konzert mit oygnblik

In dem Konzert stellt die Band oygnblik (yidish für „Augenblick“) Lieder aus ihrer CD „veynen heyst bay undz lebn“ („Weinen heißt bei uns leben“) vor. Die Stücke zeichnen die Musiktraditionen, Kultur und Geschichte der yidish-sprachigen Bevölkerung Mittelosteuropas und der USA nach. Sie werden ergänzt durch neu arrangierte tanzbare Stücke der vierköpfigen Gruppe um den in Hechingen lebenden Ethnologen und Kulturwissenschaftler Albert Kunze.

In ihrem abendfüllenden Programm präsentieren die Musiker*innen einerseits die bewegende, zwischen Melancholie und Lebensfreude oszillierende Musik der yidishen Kultur, die sich innerhalb der nach Nordamerika Ausgewanderten als klezmer formte, von wo aus dieses Genre weltweit bekannt wurde. Zusätzlich trägt die Gruppe auch Auszüge aus den Texten der Lieder vor, die spannende Geschichten erzählen, die großen Tiefgang, Gefühl und Humor ausstrahlen.

Auch einige der yidishen Lieddichter und Komponisten werden vorgestellt und kulturgeschichtliche Hintergründe sowie Themen angeschnitten, von denen die vorgetragenen Lieder handeln. Sie entstanden in den letzten etwa 100 Jahren der fast tausendjährigen yidish-jüdischen Geschichte mit ihrem Ursprung in Süddeutschland und ihrer Blütezeit in Polen, Litauen und angrenzenden Gebieten, woher auch die historische Bilderschau stammt, die das Konzert umrahmt.

oygnblik entstand im Zusammenhang mit dem von Albert Kunze gegründeten Projekt „yidishe lider – klezmer songs & stories“ (www.yidishe-lider.org) des gemeinnützigen Tübinger connect! e.V.s. Dieses musikkulturelle Projekt hat zum Ziel, möglichst viele yidishe Lieder zu transkribieren, zu übersetzen und mit Noten, Akkorden und Tonaufnahmen zu veröffentlichen. So sollen viele kleine „Denkmäler“ für diese vom Untergang bedrohte Kultur errichtet werden.

Sandra Schelkle - Querflöte, Gesang
Kristina Stary - Klavier, Gesang
Bernhard Wagner - Gitarre, Mandoline, Gesang
Albert Kunze - Gesang, Ansagen

Eintritt: € 14 / ermäßigt € 12 / SchülerInnen und Studierende € 10. Karten per Email unter muzik@oygnblik.org (die Karten sind bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse abzuholen) oder an der Abendkasse.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Sachgebiet Tourismus, Kultur, Hohenzollerisches Landesmuseum der Stadt Hechingen.



Dienstag, 26. März 2019, 19:00 Uhr

Kramladen des Glücks - Franz Hessel: Wiederentdeckung eines großen jüdischen Schriftstellers

Lesung von Prof. Dr. Gert Ueding

Viele von uns sind ihm schon begegnet, ohne es zu wissen, und zwar in der Figur des Jules in François Truffauts weltberühmtem Film „Jules und Jim“, der Verfilmung eines autobiographischen Romans von Hessels französischem Freund Henri-Pierre Roché. Franz Hessel, 1880 in Stettin geboren, stammte aus einem reichen jüdischen Elternhaus. Die Familie zog später nach Berlin, dem Ort eines seiner bekanntesten Bücher, „Spazieren in Berlin“, das seinen Freund Walter Benjamin begeistern sollte und das zu lesen noch heute jeden Berlinbesuch zum besonderen Erlebnis machen kann. Er war ein bedeutender Schriftsteller, der freilich in keine Schublade passen wollte, schrieb Romane, Erzählungen, Novellen, deren herrschendes Thema die ‚Suche nach der verlorenen Zeit‘ ist, um es mit Marcel Proust zu sagen, den er neben Balzac, Stendhal und Baudelaire auch übersetzt hat. „Der Kramladen des Glücks“, „Heimliches Berlin“ oder „Pariser Romanze“sind Höhepunkte deutscher Romanliteratur im 20. Jahrhundert. Kurt Tucholsky sprach von der „bezaubernden Leichtigkeit“ seiner Prosa, Alfred Polgar nannte ihn „Philosoph und Dichter“, denn selbst noch in den so wunderbar erzählten Novellen seines Buches „Von den Irrtümern der Liebenden“ nimmt auch eine Idee von Glück ihren Ausgang. Zu seinen Freunden gehörten neben Benjamin auch Siegfried Kracauer und Ernst Bloch - und natürlich Ernst Rowohlt, für dessen Verlag er zeitweise als Lektor und Übersetzer arbeitete. Neben Berlin gehörte vor allem Paris seine Liebe, er verkehrte in den Kreisen junger französischer Schriftsteller und lernte hier seine Frau Helen kennen, die er beinah für immer an seinen Freund Roché verloren hätte. Doch Paris sollte gegen Ende seiner Lebens zum Albtraum werden. Nach der Invasion Frankreichs durch das nationalsozialistische Deutsche Reich in einem berüchtigten Sammellager bei Paris interniert, verlegte man Hessel in das nicht weniger schandbare Lager in Le Mille, wo er unter schlimmsten Bedingungen vegetierte; an den Folgen dieser Behandlung starb er 1941.

Franz Hessel ist der Name für das exemplarische Schicksal eines jüdischen Schriftstellers in dunkelster Zeit, der ihr mit seinem Werk eine helle Gegenwelt abgewann; ihn wieder zu entdecken ist ein glückliches Abenteuer und ein Gewinn für unsere Literatur.

Prof. Dr. Gert Ueding (*1942) war bis 2009 Direktor des Seminars für Allgemeine Rhetorik an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Eintritt: €8 / ermäßigt €6



Freitag, 3. Mai 2019, 20:00 Uhr

„...worum es in der Religion geht“: Stand und Herausforderung des jüdisch-christlichen Gesprächs

Vortrag von Prof. Dr. Achim Buckenmaier

Nach fast 2000 Jahren der Unterdrückung und Verfolgung der Juden in Europa führte der geschichtliche Tiefpunkt dieser Diffamierung, die Shoa, zu einer völligen Neubesinnung der Christen auf ihre Wurzel im historischen Israel und ihr Verhältnis zum heutigen Judentum. Dieser Prozess wurde für die katholische Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) unumkehrbar markiert. Aber nicht nur das Gespräch zwischen Juden und Christen geht langsam voran; auch der unersetzbare Wert, den Judentum und Israel für den christlichen Glauben haben, erschließt sich den Christen nur zögernd. Beide Fragestellungen, Stand des Dialogs und welche Herausforderung und Hilfe diese neue Epoche für die Christen in sich trägt, sind Gegenstand des Vortrags.

Prof. Dr. Achim Buckenmaier (*1959 in Hechingen), Studium der Katholischen Theologie in Freiburg und Paris; Promotion 1995; Habilitation im Fach Dogmatik 2009; bayerisches Staatsexamen für Hauptschule und Gymnasium. Er ist Priester der Erzdiözese Freiburg und Mitglied der Katholischen Integrierten Gemeinde. Seit 2009 ist Herr Buckenmaier Direktor des Lehrstuhls für die Theologie des Volkes Gottes an der Päpstlichen Lateran-Universität in Rom. Zudem ist er Berater der Glaubenskongregation und des Rates für die Neuevangelisierung.

Eintritt: €8 / ermäßigt €6



(Diese Veranstaltung muss leider entfallen!

 

Sonntag, 19. Mai 2019, 20:00 Uhr

Hin zu einer Partnerschaft zwischen Juden und Christen

Vortrag und Gespräch mit Rabbiner Jehoschua Ahrens - entfällt!

2017 erschien der Band „Hin zu einer Partnerschaft zwischen Juden und Christen“. Er enthält Kommentare zu der am 3. Dezember 2015 veröffentlichten Erklärung Orthodoxer Rabbiner zum Christentum „Den Willen unseres Vaters im Himmel tun“. Eine spannende Aussage in jener Erklärung ist die Bezeichnung des Christentums „als Geschenk an die Völker“. Der zusammenführende Charakter einer solchen Erklärung ruft Debatten hervor und soll die Diskussion zum jüdisch-christlichen Verhältnis voranbringen.

Jehoshua Ahrens (*1978) ist Rabbiner in Darmstadt, Beauftragter für Interreligiösen Dialog des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen und Mitinitiator von „Den Willen unseres Vaters im Himmel zu tun“. Für sein Engagement im jüdisch‐katholischen Dialog wurde ihm 2017 von Papst Franziskus persönlich die Päpstliche Medaille verliehen.

In Kooperation mit dem Stuttgarter Lehrhaus - Stiftung für interreligiösen Dialog.

Eintritt: €8 / ermäßigt €6)



Dienstag, 21. Mai 2019, 20:00 Uhr

Paul Levi. Linkssozialist - Rechtsanwalt - Reichstagsmitglied

Vortrag von Thilo Scholle

Paul Levi (1883-1930) zählt zu den interessantesten Persönlichkeiten der politischen Linken in der Weimarer Republik. Als Rechtsanwalt wurde er zum engen Vertrauten Rosa Luxemburgs und übernahm nach ihrem Tod für kurze Zeit den Vorsitz der gemeinsam gegründeten Kommunistischen Partei. Nach seinem Ausschluss aus der KPD und der Rückkehr zur Sozialdemokratie wurde er als Reichstagsabgeordneter und Herausgeber der Zeitschrift „Sozialistische Politik und Wirtschaft“ zu einem der maßgeblichen Akteure auf deren linken Flügel. Öffentlich trat er u.a. als Kritiker der alten reaktionären Eliten und einer gegen die Gefahr von rechts untätigen Justiz auf. Thilo Scholle hat dem Sohn der Stadt Hechingen einen Band der Reihe „Jüdische Miniaturen“ (Hentrich & Hentrich 2017) gewidmet. In seinem Vortrag stellt er seinen Blick auf Levis Leben und Wirken vor.

Thilo Scholle (*1980) studierte Rechtswissenschaft in Münster und Paris. Berufliche Stationen u.a. in einem Landesministerium in NRW und beim SPD-Parteivorstand. Momentan Referent im Bundesarbeitsministerium. Veröffentlichungen zur Ideengeschichte der Arbeiterbewegung, zuletzt (als Herausgeber gemeinsam mit Uli Schöler) „Weltkrieg. Spaltung. Revolution - Sozialdemokratie 1916-1922“ (Dietz 2018).

Eintritt: €8 / ermäßigt €6



Mittwoch, 22. Mai 2019, 20:00 Uhr

Musik verbindet - Tribute to Miles Davis

Konzert mit dem Joo Kraus Quintett

Mit seinem Konzert „Songs from Neverland“ haben Joo Kraus (ECHO Jazz 2012 als bester Trompeter) und sein Tales In Tones Trio in Hechingen bleibende Begeisterung hinterlassen. Kraus‘ neues Projekt widmet sich dem legendären Trompeter, Komponisten und Konzeptionisten Miles Davis. Musikalische Ideen aus den 1960er und 1970er Jahren sind Vorlage für die experimentierfreudigen Bearbeitungen von Joo Kraus. An seiner Seite brilliert Peter Lehel am Saxofon neben Michael Kersting am Schlagzeug und Martin Schrack am Schimmel-Flügel. Den Kontrabass spielt Thomas Stabenow gerne wieder nach seinem Debüt in Hechingen im vergangenen November. Mit pianistischem Prolog wird Dr. Jürgen Lehmann das Gastspiel erläuternd eröffnen. In der Pause können Bilder von Dietmar Schönherr in der benachbarten Galerie neben einigen angenehmen Getränken genossen werden.

Joo Kraus – Trompete
Peter Lehel – Saxofon
Michael Kersting – Schlagzeug
Martin Schrack – Klavier
Thomas Stabenow – Kontrabass

Eintritt: €20 Euro, Vorverkauf €18 Euro in der Buchhandlung „Das Buch“ am Obertorplatz 12, 72379 Hechingen.



5. Juni 2019, 20:00 Uhr

Chaim & Adolf: Eine Begegnung im Gasthaus

Theaterstück des Theater Lindenhof

Chaim Eisenberg, Israeli mit deutschen Wurzeln, kommt zum wiederholten Male zum Wandern ins Schwabenland. In dasselbe Dorf, in denselben Gasthof. Doch eines fehlt ihm in der Idylle: Ein adäquater Schachpartner. Laut Gastwirt Martin kommt dafür nur einer in Frage: der Bauer Adolf. Obwohl der Name bei Chaim Skepsis auslöst, lässt er sich auf die Schachpartie ein und Adolf entpuppt sich als kluger und schlagfertiger Partner mit Witz und Humor. Mit dem gemeinsamen Spiel, welches von Gastwirt Martin aufmerksam verfolgt wird, beginnt gleichzeitig eine Spurensuche in die Vergangenheit. Verbindet die beiden etwa mehr als die Liebe für Springer, Bauer und König?

Mit leichter, spielerischer Hand wird eine einzigartige Liebesgeschichte in den Wirren des Zweiten Weltkriegs erzählt, die bis heute wirkt und in welche die beiden Schachspieler durch ihre Vorfahren verwoben sind.

Autor: Stefan Vögel
Darsteller: Martin Olbertz, Franz Xaver Ott, Stefan Hallmeyer
Regie: Franz Xaver Ott
Verlag: Thomas Sessler Bühnen- und Musikverlag GmbH

Gefördert im Sonderprogramm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Förderung von künstlerischen und kulturellen Projekten“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

 

Die Veranstaltung findet im Speisesaal der Alice-Salomon-Schule, Schlossackerstr. 82 (UG der Kaufmännischen Schule), 72379 Hechingen statt.

Eintritt: €10 / ermäßigt €8 / SchülerInnen frei

Kartenvorbestellung unter synagoge-hechingen@gmx.de



Sonntag, 16. Juni 2019, 19:00 Uhr

Virtuose Musik für Cello und Gitarre

Konzert mit dem Duo Burstein & Legnani

Das Duo Ariana Burstein & Roberto Legnani stellt auf der Deutschland-Tournee 2019 ein neues, interessantes Programm mit einzigartigen Arrangements für Cello und Gitarre vor. Bekannt für ihr perfektes Zusammenspiel bilden beide Künstler ein brillantes Duo mit verblüffender und virtuoser instrumentaler Rollenverteilung. Die Besucher dürfen sich auf ein phänomenales Hörerlebnis, auf ein spannendes Konzert mit einer Vielfalt aus Klassik und Weltmusik sowie formvollendete Eigenkompositionen freuen.

Zur Aufführung kommen Meisterwerke u. a. von Manuel de Falla, Isaac Albéniz, Thomas Moore, Antonio Vivaldi und Roberto Legnani sowie eine feine Arrangement-Auswahl irisch-keltischer, spanischer und lateinamerikanischer Musik. Leidenschaftliche Melodien, pulsierende Rhythmen und alte Stilelemente erklingen in einem kunstvollen neuen Gewand: Musik aus dem maurischen Mittelalter, hinführend ins 21. Jahrhundert, mit fließenden Grenzen zwischen abendländischer, orientalischer, asiatischer und jüdischer Kultur.

In einer Zeitspanne von mehr als 20 Jahren haben Burstein & Legnani die damals noch unbekannte Kombination Cello und Gitarre im Konzertleben prägend und wegweisend etabliert. Unbeirrt und fernab von wechselhafter Mode und flüchtigem Zeitgeist arrangierte das Duo neue Werke für die alljährlichen Tourneen. Das Repertoire für Cello und Gitarre wuchs von Jahr zu Jahr, darunter sind über 200 Arrangements klassischer Meisterwerke sowie zahlreiche Kompositionen von Roberto Legnani. Aus gesammelten Themen, Fragmenten und Melodien verschiedener Völker entstanden neue Kompositionen, die das Duo schlicht als Weltmusik in ihren Konzerten vorstellt. Im harmonischen Dialog mit den Kulturen verschmelzen die verschiedenen Epochen und Genres und führen das Publikum in eine neue Welt magischer Klänge und Rhythmen.

Eintritt: €20. Ticketreservierung: www.tourneebuero-cunningham.com und Tel. 07852/933034.



Donnerstag, 20. Juni 2019, 9:30 Uhr bis 15:30 Uhr

“What have you done? Hark, your brother’s blood cries out to Me from the ground!” (Genesis 4.11): Words and actions, silence and gaps at the biblical story of Chain and Abel

Tora-Lerntag mit Dr. Meirav Meidan

The biblical story of Chain and Abel is the story of the first men born that ends with murder. The writer of this story gives us some hints as to what happened between those two brothers but at the same time leaves us with unfinished sentences with gaps in the story and with thundering silence.
In the class we will read the biblical story while learning some important words from the Hebrew text. We will read from the “Midrash,” commentaries and interpretations of biblical story written by Jewish sages. Eventually we will read Hebrew poetry – poems written by Israeli poets that are using the biblical story of Chain and Abel (and also the biblical story of the Binding of Isaac) in order to deal with subjects such as the Holocaust and the death of Israeli soldiers in war.

Der Tora-Lerntag findet in englischer Sprache ohne deutsche Übersetzung statt.

Interessierte können sich bei Kornelia Maas per Email korneliamaas@gmx.de anmelden.

Dr. Meirav Meidan promovierte in jüdischen Studien in Gender Studies und forscht und lehrt vor allem an Fragen, die sich durch die Erfahrungen von Frauen stellen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Stuttgarter Lehrhaus – Stiftung für interreligiösen Dialog und dem Institum Judaicum der Eberhard Karls Universität Tübingen.



Donnerstag, 20. Juni 2019, 17:00 Uhr

Friendship – Interreligious dialogue between a Christian woman and a Jewish woman being friends for years and talking a lot about religion

Kornelia and Meirav will talk about their ongoing dialogue: the difference and similarity between religions, the way they found to a respectable and even intimate dialogue, and, of course, how it feels to be a woman in all this.

Dr. Meirav Meidan: PhD in Gender and Jewish Studies, with expertise in Kabbala (Jewish mysticism). Meirav has spent a few days in a monastery in Germany last summer and together with Kornelia they went to monasteries in France. Now she is taking a course called “Reading the New Testament” close to where she lives at the sea of Galilee.

Kornelia Maas: Diploma in Catholic Theology, traveling to Israel since 1987, arranging interreligious tours for young people in the desert with the agency “auf eigenen wegen”, member of the Initiative Hechinger Synagoge e.V.

Das Gespräch wird in englischer Sprache geführt und ins Deutsche übersetzt.

In Kooperation mit dem Stuttgarter Lehrhaus - Stiftung für interreligiösen Dialog.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.



Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Sonntag, 1. September 2019, 11:00 Uhr

Porträts jüdischer Geiger: Heinrich Wilhelm Ernst

Konzert mit Jochen Brusch (Violine) und Clemens Müller (Klavier)

Heinrich Wilhelm Ernst (1814-1865) war einer der größten Violinvirtuosen aller Zeiten. Sein Ruhm kam zu seinen Lebzeiten dem Paganinis gleich, der während seiner Jugend sein Vorbild war und den er sogar in späteren Jahren in gewisser Hinsicht übertraf. Aber im Gegensatz zu Paganini war das Dämonische nicht Teil von Ernsts Wesens, denn er wurde von den Zeitgenossen als die denkbar liebenswürdigste und charmanteste Persönlichkeit beschrieben. Im Laufe seiner brillanten, aber relativ kurzen Karriere musizierte Ernst mit den Spitzen des damaligen Musiklebens, beispielsweise mit Felix Mendelssohn, Fréderic Chopin, Franz Liszt, Hector Berlioz, Richard Wagner und Clara Schumann. Im Gegensatz zu Paganini war Ernst auch ein hervorragender Kammermusiker. Unvergessen waren seine Konzerte für die „London Beethoven Society“, in denen er als Primarius zusammen mit Joseph Joachim, Henryk Wieniawski und Alfredo Piatti u.a. die späten Quartette Beethovens erstmalig nach dem Tode des Komponisten aufführte. Seine eigenen gediegenen Werke gehen weit über das rein Virtuose hinaus und sind vom Geist der deutschen Romantik durchwoben. Dennoch befinden sich unter ihnen einige spektakuläre Stücke, die die Violinvirtuosität zeittypisch auf die Spitze treiben. Ernst geriet im Laufe der Jahre nahezu in Vergessenheit, wozu die Zeit nach 1933 nicht unwesentlich beigetragen hat. Erst während der letzten Jahre ist er durch zahlreiche Einspielungen und eine neu erschienene, hochinteressante Biographie wieder mehr ins Licht der Musikliebhaber und Geigenenthusiasten gerückt.

Jochen Brusch, der sich lange mit dem Werk von Heinrich Wilhelm Ernst beschäftigt hat, darf als ein Kenner dieser Musik bezeichnet werden. Aufgeführt werden so bekannte Kompositionen wie die „Ungarischen Weisen“, das „Rondo Papageno“ sowie das legendäre fis-moll Violinkonzert. Wie immer wird Brusch auf interessante und bisweilen humorvolle Art durch das Programm führen. Clemens Müller am Flügel ist – wie immer - ein Garant für inspirierende Zusammenarbeit. Es darf ein weiteres intensives Musikerlebnis im Rahmen der Reihe „Porträts jüdischer Geiger“ erhofft werden.

Eintritt: €12 / ermäßigt €10 / SchülerInnen und Studierende €5

 


Tora-Lernkreis

 

mit Prof. Dr. Oliver Dyma (Tel. 07471/617340 Email: oliver@dyma.net)

in Kooperation mit dem Stuttgarter Lehrhaus – Stiftung für interreligiösen Dialog

Termine: montags, 18:30 bis 20:00 Uhr, Alte Synagoge Hechingen

Wir lesen die Auslegungen von Gabriel Strenger, Jüdische Spiritualität in der Tora und den jüdischen Feiertagen (Basel 2016).

25. März 2019

29. April 2019

27. Mai 2019

24. Juni 2019

22. Juli 2019

Der Unkostenbeitrag für die Teilnahme beträgt €5 pro Sitzung.

Allgemeine Öffnungszeiten

Öffnungszeiten: Die Synagoge ist sonntags von 14h bis 17h geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 €, Schüler und Studenten haben freien Eintritt. 

Auf Ihren Besuch, Ihre Spende oder auch Ihre Mitgliedschaft freut sich die

Initiative Hechinger Synagoge e.V.,

Heiligkreuzstraße 55,

72379 Hechingen

IBAN:  DE95 6535 1260 0079 0479 08BIC:  SOLADES1BAL (Sparkasse Zollernalb)

 

Enthaltene Personen und Gruppen: Lea Fleischmann, Johanna Pommranz, Joachim Hahn, Kurt Weill, Rudolf  Guckelsberger, Norbert Kirchmann, Sopralaria, Sabine Kreutzberger, Veronique Simons, Wilu Mann, Christiane Schmidt, Mössinger Vokalensemble, Verein Alte Synagoge Hechingen